Netflix oder Roku – Wer profitiert von den “Stay-at-home”-Aktien mehr?

Aktuell heißt es auf der ganzen Welt “Stay-at-home“, bleibt zu Hause . Immerhin wütet draußen das Coronavirus, welches schon Tausende von Opfern gefordert hat. Also machen Sie es sich zu Hause gemütlich und ziehen sich eine Serie nach der nächsten rein. So entstanden auch die sogenannten “Stay-at-home”-Aktien. Jene Unternehmen, welche aktuell von der Coronakrise profitieren, statt Verluste anzumelden. Einer der besten Beispiele sind die etlichen Streamingdienste, denn viele Menschen haben heute nicht mehr zu tun, als fernzusehen.

Wohl einer der klaren Gewinner Netflix und schaut man auf die meistgesuchte Begriffe ist Netflix auch verteten. Die Streamingplattform kann ihren enormen globalen Vorsprung ausbauen, wie Investing.com das Finanzdienstleistungsunternehmen Baird zitiert. So kann Netflix als einer der Hauptnutznießer der Krise bezeichnet werden, denn dessen Aktien hoben sich imposant an. Anfänglich lag der Streaming-Gigant bei 350 US-Dollar, doch aktuell bei 415 US-Dollar. Gewiss gibt es noch etliche weitere Streamingdienste auf dem Markt, wie Neueinsteiger Disney+, dennoch soll es Netflix sein, was sich in den nächsten Monaten noch weiter ausbauen wird. So ist sich Baird-Analyst William Power sicher, dass die Abonnentenzahlen noch weiter ansteigen werden. 

Doch nicht nur Netflix ist ein großer Gewinner der Krise, sondern auch Roku. Roku ist ein Dienst, welcher das Streaming von audiovisuellen Inhalten über den TV ermöglicht. Dabei ist dieser Dienst vor allem bei Fernsehnutzern beliebt, welche nicht über einen Smart-TV verfügen, wo diese Funktion bereits implementiert ist. Laura Martin von Needham schätzt das Kursziel auf 200 US-Dollar ein. Das würde einem Aufwärtspotenzial von beinah 124 Prozent entsprechen, wenn Sie sich das aktuelle Niveau anschauen. Aber auch der Blick auf die aktuellen Finanzen zeigt, dass Roku Netflix eine Nasenspitze voraus ist. Gegenwärtig hat Roku Schulden in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, jedoch Barreserven von 500 Millionen US-Dollar. Zusätzlich lag das jährliche EBITDA in den letzten zwei Jahren bei 32 Millionen US-Dollar. Vergleichen Sie damit Netflix, hat der Streamingdienst aktuell 15 Milliarden US-Dollar Schulden, wohingegen die Barreserven bei 5 Milliarden US-Dollar liegen. Im Jahr 2020 rechnet die Needham-Expertin mit einem negativ freien Cashflow von etwa zwei bis drei Milliarden US-Dollar. Nicht zu vergessen ist, dass Roku mehr von der Krise profitiert, da jenes auf Werbung basiert. Anders Netflix, denn für dieses muss ein Abo abgeschlossen werden.